Großes Interesse an Drittsendezeit bei Sat.1

Donnerstag, 24.03.2016

Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) hatte am 25. Januar 2016 Sendezeit für unabhängige Dritte nach § 1 Abs. 2 LMG, §§ 31, 26 Abs. 5 RStV im Programm von Sat.1 ausgeschrieben. Sat.1 ist zur Einräumung dieser Drittsendezeit verpflichtet, weil die Sendergruppe ProSiebenSat.1 nach Feststellung der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) einen Zuschaueranteil von mehr als 20% erreicht. Die KEK hat am 10. November 2015 gleichzeitig festgestellt, dass der Umfang der Drittsendezeit bei 180 Minuten pro Woche liegt, davon mindestens 75 Minuten in der Sendezeit von 19:00 bis 23:30 Uhr.

Die wegen rechtlicher Auseinandersetzungen teilweise unter Vorbehalt stehende Ausschreibung erstreckte sich auf drei jeweils rund einstündige Sendezeiten wöchentlich. Die Ausschreibungsmodalitäten waren zuvor mit Sat.1 detailliert erörtert worden.

Insgesamt gingen bei der LMK 61 Bewerbungen für die drei Sendezeiten ein. Davon richten sich 20 Bewerbungen auf die Sendezeit dienstags von 23:10 bis 00:15 Uhr. Für die unmittelbar daran anschließende Sendezeit von 00:15 bis 01:15 Uhr liegen der LMK 21 Bewerbungen vor. 20 Bewerbungen wurden für die dritte Sendezeit samstags von 19:00 bis 19:55 Uhr vorgelegt.

Die LMK prüft nun die eingegangenen Bewerbungen auf ihre Vereinbarkeit mit den Regelungen des Rundfunkstaatsvertrages und der sonstigen landesrechtlichen Bestimmungen. Die zulassungsfähigen Anträge werden sodann mit Sat.1 mit dem Ziel erörtert, eine einvernehmliche Auswahl zu treffen.

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Dr. Joachim Kind
LMK-Pressesprecher
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