LMK-Versammlung stellt neuen Arbeitsfokus vor

Dienstag, 25.06.2019

Für die regionale und lokale Meinungsvielfalt

„Kommerzielle Medien sind immer stärker sich immer schneller verändernden Rahmenbedingungen ausgesetzt. Das Mediennutzungsverhalten der Menschen ändert sich, Werbung findet immer neue Verbreitungswege und sprachbasierte Empfehlungssysteme schneiden mediale Angebote auf uns zu. Damit die regionale und lokale Meinungsvielfalt trotz dieser Veränderungen auch zukünftig existiert, wird sich die Versammlung der LMK – medienanstalt rlp mit der Frage beschäftigen, wie wir kommerzielle Anbieter unterstützen können“, so Albrecht Bähr, Vorsitzender der LMK-Versammlung. Deshalb hat die Versammlung der LMK – medienanstalt rlp in ihrer Sitzung am 24. Juni 2019 in Ludwighafen beschlossen, einen künftigen Arbeitsfokus auf die Sicherung regionaler und lokaler Meinungsvielfalt in kommerziellen Medien zu legen.

Dass es sich lohnt, unterstrich Thomas Präkelt, Geschäftsführer des RTL Regionalprogramms RON TV, der während der Versammlungssitzung die Ergebnisse von (fast) zwei Jahren RON TV präsentierte. Mit rund 500 Sendungen, 1090 Studiogästen und online Clips mit teilweise 500.000 Aufrufen, hat es RON TV geschafft, seine regionale Präsenz in der Metropolregion Rhein-Neckar innerhalb der letzten zwei Jahre auszubauen. Von Berichten zum Käsekuchenfest über den Freiwilligen-Tag bis hin zu Sendungen über Helden des Alltags, das Spektrum der produzierten Sendungen ist breit und stärkt die regionale und lokale Meinungsvielfalt.

Bereits Anfang Juni haben sich der Ausschuss für Jugendschutz und Medieninhalte und der Rechts- und Zulassungsausschuss der LMK – medienanstalt rlp mit RPR-Geschäftsführer Tobias Heger zu den Herausforderungen für das regionale Radio ausgetauscht. „Wir stehen zum Dualen Rundfunksystem und befürworten es auch zukünftig“, so Tobias Heger. „Es muss jedoch umgehend wieder im Sinne der Privaten ins Gleichgewicht gebracht werden.“ Und er setzt noch an einem weiteren Punkt an: „Insbesondere die Auffindbarkeit auf digitalen Plattformen wie beispielsweise ‚Alexa‘ muss sichergestellt sein. Auch private, lizensierte Hörfunkanbieter sind hier diskriminierungsfrei abzubilden und analog zu den öffentlich-rechtlichen Angeboten mit Hilfe von ‚Must-Carry‘- und ‚Must-Be-Found‘-Regelungen zu schützen.“

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