Ausstellungen

Die LMK führt in ihren Dienst- und Sitzungsräumen Kunstausstellungen mit Bildern zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler aus Rheinland-Pfalz durch.

Peter Padubrin-Thomys - August bis Dezember 2018

EINE PRINZESSIN SOLLTE NICHT FEHLEN!
[Für einen wichtigen Menschen.]

„Es ist nie zu spät, eine schöne Kindheit zu haben.“ (Zitat: Peter Padubrin-Thomys)

Peter Padubrin-Thomys zeichnet, malt und druckt einerseits teils ziemlich wild anmutende, technisch wie stilistisch deutlich „frei“ formulierte Bilder, arbeitet jedoch andererseits, bei genauerer Betrachtung, als ein eigentlich realistisch, vielfach auch erzählerisch sich äußernder Zeichner und Maler. Dabei hat er eine entschieden persönliche, originelle heutige Formen-und Stilsprache erarbeitet, in der er sich in betont bemessener Distanz zu naturalistischen Abbildungsschemata ausdrückt. Peter Padubrin-Thomys selbst weist darauf hin, dass er Gegenstände und Geschehnisse, erfahrene wie ausgedachte, so zu Bildern macht, wie er sie sich im Bewusstsein und in seiner Intuition vergegenwärtigt, also bewusst-entschieden nie so, wie sie in Natur aussehen oder sachlich konstruiert sind.
 
Er lässt auf seinen Bildern eindeutig Menschen und Tiere auftreten, und er zeigt etwa Häuser und Fahrzeuge, Partien von Landschaften oder dramatisierte Szenerien sozialen oder psychischen Daseins, aber für all diese Sujets aus der heutigen Welt erfindet und dirigiert er höchst eigene Zeichen und Regeln. Der Bildkünstler Peter Padubrin-Thomys stichelt akribisch seine Radierungen, schneidet artistisch in Holz, pastos werden die Farben auf die vorbereitete Leinwand aufgetragen, und er tut sich bei all dem mit so träumerischer Spielfreude wie gleichermaßen Aufmerksamkeit für Gesellschaftliches wachsam in der jetzigen Welt um, ist somit arbeitend bei sich. Die Gegenstände, Szenerien und Vorkommnisse und nicht zuletzt auch die Rätselhaftigkeiten der realistisch-phantastischen Bildwelt Padubrin-Thomys´ sind somit nicht an Erscheinungen der natürlichen oder sozialen (inneren und äußeren) Welt und Menschenrealität sachlich abgeguckt oder dokumentarisch-anekdotisch nacherzählt. So sind Padubrin-Thomys´ Motive und Schilderungsweisen zwar einerseits nach Elementen des menschlichen Außen- und Innenlebens inszeniert, dabei aber andererseits, in der Hauptsache frei ausgedacht und dann in ihr letztlich sehr genau definiertes Eigenleben versetzt. 

Der Maler erfindet und schafft seine Realitäten, deren Plausibilität und Glaubwürdigkeit, Ernst und Witz er vermittels formaler und stilistischer Entscheidungen schafft. Zu seinen Bild-Erfindungen verfasst er Bedeutung stiftende Bildtitel, teils extra knapp, teils poetisch plaudernd, oft mit fein proportioniertem Witz, die nie die Nacherzählungen der im Bild erzählten Geschichten sind, sondern dem Geist der Bilder zusätzliche Dimension eröffnen. Warum tut der Maler dies genauso und überdies mit derart reichlich freudigem Fleiß? Offenbar aus Freude an diesem Tun, und damit auch, um uns, das Publikum, zu unterhalten.

Peter Padubrin-Thomys über seine Arbeit 
„Meine Ausdrucks- und Arbeitsweise beruht auf betonter Beschränkung und Konzentration auf wenige, mir wesentliche zeichnerische und malerische Mittel, insoweit vielleicht vergleichbar mit der Malerei von Kindern.“
„Abbilder erdachter Realität … also ein Malen von Dingen, die man weiß, und nicht von den Dingen, wie sie tatsächlich, lediglich optisch zu sehen sind.“
„So ist mir beispielsweise bei der Darstellung von Häusern wichtig, dass diese Dach und Fenster haben, und somit als Haus erkennbar sind.“
„Gleiches gilt auch für die Darstellung menschlicher Körper. Dabei ist mir wichtig, Haltung, Dynamik, Tun und Lassen, und wenn es glückt, die Wesenszüge meines Bildpersonals erkenn- und verstehbar zu gestalten, im Gegensatz zu anatomisch oder physiognomisch sachlicher Abbildung.“
„Themen finde ich im alltäglichen Leben, in Lektüre und bei Tagträumereien“.


Peter Padubrin-Thomys
6 6 9 9 9 Hinterweidenthal Waldstraße 6
Tel.: 06396 / 993349
www.ppt-grafik.de  
padubrin-thomys(at)online.de  
geboren 1968 in Halle/Saale

Seit 1986 als Autodidakt, vorwiegend Drucktechniken: Linol- und Holzschnitt
1993 bis 1995 bevorzugte Technik Collagen, später Drucktechniken, speziell Radierung
Seit 1999 freischaffend

in gleicher Gewichtung Radierung und Holzschnitt
Seit 2004 verstärkt auch Acrylmalerei und Skulpturen
2009 Kauf und Umbau eines alten Fachwerkhauses zu Atelier und Ausstellungsräumen.
2013 Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler 

Ausstellungen (Auswahl)

  • 2018 - Galerie “M1-Kunstzone”, Gera
  • 2017 - Galerie ART CRU, Berlin / Beteiligung an den Buchprojekten: „Entwerder/Oder“, herausgegeben von Uwe Warnke und „MMM Diarium“, herausgegeben von Hartmut Robert Andryczuk und damit verbundene    Ausstellungsbeteiligung in der Kunstbibliothek Berlin und im Klingspor-Museum Offenbach
  • 2016 - Galerie 5 Sinne, Halle / Saale
  • 2015 - Kunsthaus Tiefer Keller, Merseburg  / Galerie „Goldfisch August“ Dresden / Kreisgalerie Dahn
  • 2014 - Stipendium Ebernburg
  • 2013 - Leipziger Buchmesse (seither jährlich) / Beteiligung „Ereignis Druckgrafik“ Leipzig / Büchergilde Gutenberg Frankfurt/ Main
  • 2012 -„Kunst direkt“ Mainz / Beteiligung „Ereignis Druckgrafik“ Leipzig / „Frisch gepresst“ Deutsch Französische Druckgrafikausstellung
  • 2011 - Domgalerie, Merseburg
  • 2010 - Büchergilde Gutenberg Karlsruhe
  • 2008 - Galerie Querfurth / Büchergilde Gutenberg Karlsruhe / Halle/Saale, Beteiligung am Kunstprojekt „Babel 21“
  • 2007 - Art - Galerie am Schloss, Bad Bergzabern
  • 2004 - Galerie 5 Sinne, Halle / Saale
  • 2003 - Galerie N, Dahn
  • 2001 - Halle/Saale, Galerie Hamers und Penz
  • 2000 - Beteiligung Ausstellung zum „Heinrich von Zügel Preis“ der Stadt Wörth
  • 1998 - Kreisgalerie Dahn
  • 1997 - Beteiligung Südpfalzkunstausstellung ’97, Kreishaus Landau

Öffentliche Ankäufe: 

  • Stadt Pirmasens
  • VG Rodalben
  • Edith Stein Klinik Bad Bergzabern
  • Gemeinde Brühl

Stipendium: 

  • Arbeitsstipendium im Künstlerbahnhof Ebernburg

Christiane Schauder - April bis Juni 2018

Modulare Konzepte

Christiane Schauder wurde 1955 in Simmern/Hunsrück geboren und wuchs in Ravengiersburg auf. Nach dem Abitur studierte sie in Mainz, wo sie auch 1984 ihre Tätigkeit als selbständige, freischaffende Malerin begann. Stipendien führten sie 1990 für mehrere Wochen zu einem internationalen Künstlersymposium nach Baku, Aserbaidschan, und 1991/92 für ein Jahr nach Soest (Morgner-Stipendium). 1993 folgte ein mehrmonatiger Arbeitsaufenthalt in New York und 2000 das Burgund-Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz in Beaune. 2011 und 2012 verbrachte sie zwei weitere Stipendienaufenthalte in Burgund.

Seit 2000 pflegte Christiane Schauder intensive Beziehungen zu Künstlern in der VR China. 2002 und 2004 stellte sie ihre Arbeiten in Guangzhou aus. 2008 folgte in Beijing die Teilnahme an einer Gruppenausstellung im Kunstdistrikt 798. Die China National Academy of Arts in Hangzhou und die Shanghai Normal University, Academy of Fine Arts, erteilten ihr Lehraufträge.
Neben ihrer künstlerischen Arbeit engagiert sich Christiane Schauder auch in kulturellen und sozialen Initiativen. Sie ist Mitgründerin und Vorsitzende der AG Stadtkino e. V. (Betreiberverein des kommunalen Kinos CinéMayence seit 1994), fördert die zeitgenössische Musik als aktives Mitglied im Verein upart e.V., ist aktives Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfälzischer Künstler (ARK) und setzt sich bei Soroptimist

International für die Interessen von Frauen in unterschiedlichen Lebensbereichen ein. Ihr Atelier nutzt sie regelmäßig für öffentliche Konzerte (vor allem Jazz), Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen. 2014 wurde Christiane Schauder die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen.

Seit 1998 ist die Künstlerin mit dem Kulturmanager und Autor Günter Minas verheiratet, mit dem sie 1997 gemeinsam die Mainzer Kunstbiennale „...3xklingeln!“ gründete.

Christiane Schauders Bildobjekte bestehen aus Holzkörpern, deren Leinwandüberzug die Grundlage für verschiedene Mischtechniken bildet, meist kombiniert mit Enkaustik, d. h. in flüssigem Wachs gelösten Pigmenten. Farbkörper in der Geometrie des Quadrats oder Rechtecks reihen sich zu modularen Konzepten und folgen einer Grammatik von Kontrast, Variation, Ähnlichkeit und Blickbeziehungen, flexibel dem Raum angepasst. Auf und in ihnen entsteht Tiefe durch Schichtung, Überlagerung und Transparenz. Glätte und Struktur, Verschleierung und Ineinanderfließen wechseln sich ab. Diese Arbeiten der Malerin spielen zwischen Konzept und Handwerk, Konstruktion und Ausdruck, Kalkül und Gestik, aber immer im Rahmen völliger Autonomie, d. h. losgelöst von literarischen Bezügen zur Gegenstandswelt. Dazu kommen thematisch orientierte Bildserien, Objektkästen und Rauminstallationen.

Einzel- und Gruppenausstellungen

  • 2018: Landeszentrale für Medien und Kommunikation RLP, Ludwigshafen
  • 2017: La Turbine, Sampigny-les-Maranges, Burgund / Nexus III, Koblenz, Festung Ehrenbreitstein / Zentrum für Neurologie und Psychiatrie Duisburg West
  • 2016: Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, Simmern / „Farbe und Konzept“, Haus Burgund, Mainz / Taunusinvestments, Bad Homburg
  • 2015: „Lebensreise“, Haus Metternich, Koblenz / Galerie Rosenrot, Mannheim / Landtag Rheinland-Pfalz, Mainz / Spielraum Heiligenwald
  • 2014: Galerie Rosenrot, Mannheim / Nexus II, Mittelrhein-Museum Koblenz
  • 2013: Art Consulting Hella Beurich, Heidelberg
  • 2012: 20 Jahre ARK, Haus Metternich, Koblenz / La Turbine, Sampigny-les-Maranges, Burgund
  • 2011: Galerie Rosenrot, Mannheim / „Praxis - Kunst - Dialog“, Praxis Hancke, Suchan, Völke, Frankfurt/Main / La Turbine, Sampigny-les-Maranges, Burgund
  • 2010: „Modulare Konzepte“, Galerie Kornelia Jahn, Bad Wildungen / „Modulare Konzepte“, Kunstverein Bad Honnef / „BRENTANO“, Haus Metternich, Koblenz
  • 2009: Kunstverein Kreis Soest / Büro des Landesbeauftragten für den Datenschutz Rheinland-Pfalz, Mainz / „Der weiße Nebel wunderbar...“, Haus Metternich, Koblenz
  • 2008: Art Guide Gallery, Beijing (VR China)
  • 2007: „Ost West Dialog 1„, Haus Metternich, Koblenz / Lufthansa Systems, Kelsterbach
  • 2006: Galerie Mariette Haas, Ingolstadt / Sonnabend-Galerie, Hofheim / „Maigrün“, Galerie Rosenrot, Mannheim
  • 2005: „Sommergäste“, Haus an der Redoute, Bonn / Messebeteiligung "Art Bodensee", Dornbirn / „Cuba libre“, Galerie Steinacker Koblenz
  • 2004: Hite Art Institute, University of Louisville, KY / „Schöne Aussicht”, Galerie Mariette Haas, Ingolstadt / „Kunst direkt GEGENÜBER“, Brückenturm Mainz / Hotel Hyatt Regency, Mainz / Pen Pal Art Gallery, Guangdong Museum of Art, Guangzhou, VR China
  • 2003: Galerie incontro, Eitorf / Messebeteiligung "KunstKöln" / „Farbwechsel 9„ - Deutsche Klinik für Diagnostik, Wiesbaden / Galerie in der Römerpassage, Mainz
  • 2002: „Nexus - Dialog mit alten Meistern“, Mittelrheinmuseum Koblenz / Pen Pal Art Gallery, Guangdong Museum of Art, Guangzhou, VR China / „Aufgeschlossen“, Hunsrück-Museum, Simmern / Haus Burgund, Mainz
  • 2001: École des Beaux Arts, Beaune / „KunstVerwaltung“,2 Bildinstallationen im Landtag RLP und Sozialdezernat Mainz / Art-Night in der ehemaligen Markthalle Koblenz
  • 2000: „Zeitsprung“, Mittelrheinmuseum Koblenz / „Kleine Gemälde“, Vestischer Kunstverein Recklinghausen / „Transfiguracíon“, 75 Jahre Rundfunkchor Berlin / Kunstpreis 2000 Sport-Toto Rheinland-Pfalz / EXPO 2000, Hannover
  • 1999: Villa Thyssen, Mülheim/Ruhr / Galerie Ursel Steinacker, Koblenz
  • 1998: Alte Oper Frankfurt / Arthur Anderson, Eschborn / Landesmuseum Mainz / „X10„, Essenheimer Kunstverein / Kunst und Künstler aus Rheinland-Pfalz, Jockgrim / „B wie Blau“, Frankfurter Hof, Mainz /
    „Kunstmanöver“, Schlossberghöhlen, Saarbrücken und Homburg/Saar
  • 1997: / „3x klingeln!“, Kunstprojekt in Mainz-Neustadt / "Künstler der Lampenfabrik", Galerie Kreiter-Kuhnt, Mainz / Galerie der Gegenwart, Wiesbaden / Galerie Sauveur, Eppstein
  • 1996: „Material Papier“, Goethe-Institut Brüssel / „Paperworks“, Landesvertretung RLP, Brüssel / Eröffnung Kultursommer 1996 ("Transprojektionen", Rathaus Mainz) / Museum Abtei Liesborn / Galerie im Uhrturm, Dierdorf (Preisträgerin) / „Mutabor“, Essenheimer Kunstverein
  • 1995: „Paperworks“, Dijon und Landtag Mainz / Schloss Waldthausen, Mainz / Deutsches Generalkonsulat, New York / „arthouse“ im Alten Rathaus, Ingelheim, (Preisträgerin)
  • 1994: Landtag Rheinland-Pfalz, Mainz /„Paperworks“, Louisville, USA / „Strahlen - Materie - Leben“, Karlsruhe
  • 1993: Daniel-Henry-Kahnweiler-Haus, Rockenhausen
  • 1992: „Künstler aus Mainz“, Mainz und Zagreb, Dijon, Erfurt, Valencia / Kunstpavillon, Galerie der Stadt Soest / Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, Simmern / Museum Abtei Liesborn / Flughafen München 2 / Galerie im Hinterhaus, Wiesbaden / Landesinstitut Soest
  • 1991: „Grundweiß“, Galerie Handwerk, Koblenz / „Künstlerfahnen“, Frankfurter Hof, Mainz (Preisträgerin) / „Kunst auf Schloss Westerhaus“, Ingelheim
  • 1990: „Junge Kunst aus Rheinland-Pfalz“, Ludwigshafen / „arthouse“ im Alten Rathaus, Ingelheim
  • 1987/88: „Künstler malen ihr Bild von Europa“ in Berlin, Bonn, Düsseldorf, Hannover, Mainz,  Art Basel

Werke in öffentlichem Besitz und in Sammlungen (Auswahl)
Kulturministerium Rheinland-Pfalz, Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Landtag Rheinland-Pfalz, Landesbeauftragter für den Datenschutz RLP, Landesbeauftragter für den Datenschutz Baden-Württemberg, Stadt Baku (Aserbaidschan), Stadt Beaune (Bourgogne), Stadt Mainz, Stadt Soest, Hypobank München, Mannheimer Versicherung, Sparkassen- und Giroverband (Mainz), Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, Wiesbadener Volksbank, IHK Heidelberg, IHK Mannheim, Museum Pachen (Rockenhausen), Gemeinde Nieder-Olm, Hotel Hyatt Regency Mainz, Dialysestation Andernach, Investitions- und Strukturbank RLP Mainz, Ernst & Young Eschborn, Nord LB Luxemburg, Hotel Park Plaza Trier.

› Ausstellungskatalog Christiane Schauder (PDF)